
Integrationsgesetz: Kein Neustart ohne echte Arbeitsmarktintegration
Sicherer und fairer: Migration soll nur mehr stattfinden, wo Integration möglich ist.

© ORF ON (Screenshot)
Die Asylpolitik in Europa war in den vergangenen Jahren vor allem eines: polarisiert. Zwischen jenen, die Probleme bewusst größer reden, um politisches Kapital daraus zu schlagen, und jenen, die Herausforderungen kleinreden, um eigenes Versagen nicht eingestehen zu müssen. Für uns NEOS ist klar: Beide Zugänge greifen zu kurz. Wer ernsthaft gestalten will, muss Probleme anerkennen und Lösungen liefern.
Genau das tun wir jetzt in der Regierung. Mit der nationalen Umsetzung des europäischen Asyl- und Migrationspakts setzen wir einen wichtigen Schritt zu einer evidenzbasierten, europäischen und funktionierenden Asylpolitik.
Europäische Lösungen für gemeinsame Herausforderungen
Wir NEOS haben über Jahre hinweg konsequent dafür plädiert, dass große Fragen auch auf europäischer Ebene gelöst werden müssen. Migration ist eine solche Frage. Deshalb war die Einigung auf EU-Ebene ein entscheidender Durchbruch. Jetzt sorgen wir dafür, dass diese Regeln auch in Österreich greifen – für mehr Verlässlichkeit und Handlungsfähigkeit in ganz Europa.
Das bedeutet konkret:
Damit sorgen wir dafür, dass jene, die wirklich Schutz brauchen, ihn schneller erhalten, und Missbrauch konsequent verhindert wird.
Diese Reform ist die umfassendste Reform der Asyl- und Migrationspolitik der letzten zwei Jahrzehnte. Wir sorgen damit für mehr Recht, für mehr Ordnung, für mehr Kontrolle, aber auch für mehr Fairness gegenüber Menschen, die in Österreich und Europa Schutz suchen und Recht auf Schutz haben.Yannick Shetty
NEOS-Klubobmann und Sprecher für Integration
Migration im Rahmen der Integrationsfähigkeit
Ein funktionierendes Asylsystem muss auch die Realität berücksichtigen: Integration braucht Ressourcen. In den vergangenen Jahren hat Migration teilweise die Integrationskapazitäten überstiegen – mit spürbaren Folgen für Bildung, Arbeitsmarkt und sozialen Zusammenhalt.
Deshalb setzen wir einen klaren Rahmen: Migration muss so gestaltet werden, dass Integration auch tatsächlich gelingen kann.
Humanität und Verantwortung
Bei aller notwendigen Konsequenz darf eines nicht verloren gehen: die Menschlichkeit. Besonders wichtig ist uns der Schutz von Kindern: Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge erhalten künftig ab dem ersten Tag Obsorge. Damit schützen wir Kinder und Jugendliche besser und verhindern gleichzeitig, dass sie ohne Unterstützung in problematische Lebenssituationen geraten. Das ist nicht nur humanitär richtig, sondern auch im Interesse unserer Gesellschaft.
Mit der Umsetzung des Asyl- und Migrationspakts machen wir Österreich sicherer, gerechter und besser vorbereitet auf zukünftige Herausforderungen. Wir schaffen ein System, das konsequent ist, ohne die Menschlichkeit zu verlieren.

Integrationsgesetz: Kein Neustart ohne echte Arbeitsmarktintegration